Francisco de Goya. Desastres de la Guerra

14,90 

Bearbeitet von Isabel Reindl und Kai Uwe Tapken. Rastatt 2007.

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Beschreibung

Beschreibung

„In einem Zustand weit unter dem Tiere“

Der Zyklus der „Desastres de la Guerra“ von Francisco de Goya ist eine außergewöhnliche historische Quelle die mahnt und zugleich an die Grausamkeit der Menschen erinnert, die in jedem Krieg zum Vorschein treten. Deshalb hat sich das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt in einer Ausstellung mit diesen einzigartigen Kunstwerken beschäftigt.

Francisco de Goya, Hofmaler Karls IV., Joseph Bonapartes und Ferdinand VII., nahm diese Ereignisse in seiner Heimat zum Anlass, seinen Grafikzyklus „Desastres de la Guerra“ zu entwerfen. Die Bilder haben keinen chronologischen, oder dokumentarischen Charakter, auch wenn sie auf bestimmte Ereignisse Bezug nehmen. Goya hat mit dieser Serie sein Empfinden und auch persönliche Eindrücke verarbeitet, ohne konkret Stellung zu beziehen. So sind etwa dargestellte Soldaten häufig nicht als Angehörige einer bestimmten Armee zu identifizieren, das grausame Tun der Soldaten ist auf jede Armee anwendbar. Mit den 80 Radierungen, die etwa zwischen 1810 und 1820 entstanden sind, erreichte Goya einen neuen Höhepunkt seiner gestalterischen Kraft. In vielen der Darstellungen nahm Goya in einem gewissen Sinn die moderne fotografische Kriegsberichtserstattung vorweg, indem er nicht nur kriegerische Ereignisse auf dem Schlachtfeld, sondern mehr noch die sinnlosen Leiden der ganzen Bevölkerung mit Folter, Verstümmelungen oder Vergewaltigungen zeigte.

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